Montag, 6. Juni 2011

7. Internationale Highlandgames in Ossweil

Bereits zum Dritten Mal waren wir heuer bei den Highland Games in Ossweil am Start.
Am ersten Tag stande
n die Einzelbewerbe am Programm.

Das A-Heavy Feld war aufgrund der starken Masters-Klasse zwar
nur 5 Athleten besetzt, aber dafür sehr starke. Der Kampf um den Titel war von Beginn an ein Zweikampf der beiden stärksten deutschen Highlander der letzten Jahre: Gunnar Pfingsten gegen David Frey.
Dank der s
tarken Leistungen von David im Gewichtsweitwurf und Hammerwurf konnte er Gunnar diesmal bezwingen.

Martin Schiller überraschte mit dem dritten Platz in dem starken Feld und konnte Daniel Dorow, der letztes Jahr in Macher von ihm lag, und Holger Karch hinter sich lassen.
Bego
nnen hat der Wettkampf für Martin nicht sehr gut - der Open Stone ging zuletzt immer über 13 Meter, diesmal blieb er deutlich unter der Marke. Beim Weight for Distance sah es nach zwei Würfen ganz schlecht aus, eher er dann doch über 18 Meter kam. Die Hammerwürfe klappten aber perfekt - sowohl den leichten wie den schweren Hammer warf er auch neue Österreichische Rekorde. Der schwere Hammer (10kg) ging erstmals über 30 Meter, womit er auch diesen Bewerb gewann. Mit einem guten zweiten Platz im Caber Toss sicherte er sich am Schluß den Potestplatz. Der Caber war A-Heavy würdig - nur Daniel Dorow konnte ihn überdrehen.

Die Masters-Klasse (+40 Jahre) war diesmal mit 10 Athleten nicht n
ur zahlenmäßig sondern auch Leistungsmäßig sehr stark. An der Spitze gab es von Beginn an einen spannenden Wettkampf um den Sieg zwischen Veranstalter Uli Müller und Hans-Dieter Dorow. Zunächst sah es nach einem Sieg von Uli aus - ab dem Hochwurf holte sich Hans aber die Siege, und konnte dann auch den schweren Hammer und das schwere Weight f. Distance und Caber Toss gewinnen. Am Ende hatte er 4 Punkte Vorsprung auf Uli.
Der Dritte Platz war eine klare Sache f
ür Alf Grasnik, er lag 5 Punkte hinter Uli.
Dahinter wurde es dann spannend um die Plätze 4 - 6 zwischen Arno, Bernd und mir. Wir lagen bis zum Schluß fast Punktegleich - und der Cabertoss entschied dann um die Plätze. Eine schaffte im letzten Versuch fast 12 Uhr, und konnte damit gesamt Vierter werden - und Bernd und mich im letzten Bewerb überholen. Ich hätte vor Bernd im Caber landen müssen, überdrehte ihn zwar zwei Mal, aber nur auf 10:00 Uhr - das Timing Anlauftempo-Abwurf passte an dem Tag nicht. Bernd hatte einen Wurf auf 11:00 Uhr, und blieb daher vor
mir und wurde Fünfter.

Mein Wettkampf verlief generell sehr wechselhaft mit einigen mittelmäßigen Bewerben, einem sehr schlechten (Weight for Distance) und zwei Highli
ght - Bestleistungen mit beiden Hämmern.
Es hat aber viel Spaß gemacht mit den anderen Masters acht anstrengende Bewerbe zu absolvieren. Vo
rallem ist das Feld bei den Masters überschaubar, und es entstehen keine langen Wartepausen.

Bei den B-Heavys gab es mit 24 Athleten ein Rekordteilnehmer Feld - vorallem Dank den Teams aus Frankreich - gleich 8 Franzosen waren bei dieser Klasse dabei. Gewonnen hat Rolf Haas mit starken Leistungen. Er schaffte ganz klar die A-Heavy Qualifikation. Knapp dahinter war dann Amine Amroun, der stärkste Franzose - der auch bei der IHGF Amateur WM in Spokane mit Martin und David am Start sein wird.
Dritter wurde Axel Arnsberg, knapp vor Martin Kuhne - eine sehr hohe Leistungsdichte bei den B-Heavys.
Von unserem Team waren Lukas und Markus dabei. Lukas wurde Siebenter, und schaffte mit 24,82 Meter eine neue Hammerwurf Bestleistung, und egalisierte seine Gewichtshoch Bestleistung. Markus wurde Zwölfter - er schaffte
mit 23,20 Meter im Hammerwurf ebenfalls eine neue Bestleistung, und verbesserte sich im Hochwurf auf 4,20 Meter.

Am Ende des Tages gab es noch einen Wettkampf im Stossen des Riesen
Sektkorken, den die Franzosen mitbrachten. Standesgemäß konnte hier Gunnar Pfingsten vor David Frey gewinnen. Martin schaffte Platz drei, und mein sechster Platz war wohl die beste Leistung von mir an dem Tag.

Am zweiten Tag standen die Mannschaftsbewerbe am Programm. Bereits bei unseren ersten beiden Starts in Ossweil konnten wir diesen kräfteraubenden Bewerb gewinnen. Diesmal waren aber keinen Vierer sondern Fünferteams am Start - und wir mussten uns einen "Gastathleten" suchen. Nach einer Rundfrage bei den MacManiacs die diesmal leider nicht am
Start waren, erklärte sich Dominik bereit bei uns mit zu machen. Der Austragungsmodus war diesmal sehr gut - alle Stationen konnten gleichzeitig von den Teams absolviert werden, sodaß die 9 Männer und zwei Frauen Teams sehr zügig durchkamen.
Ich selbst rechnete diesmal nicht mit dem Sieg - denn die Würfe klappten nicht so optimal. Nur im Sheeftoss schafften wir alle die Höchstpunktezahl. Sonst war es meist nur Martin der die hohen Scores schaffte. Vorallem das "Kükenteam" mit star
ken Heavy Athleten konnte uns hier Punkte abnehmen. Da aber Dominik über sich hinauswuchs und nicht viele Punkte liegen ließ nahmen sie uns nicht genug Punkte ab in den Würfen. Stark waren wir im Baumstammslalom als Zweitbestes Team, sowie im Farmerswalk. Auch der Hufweisenwurf gelang trotz meines Aussetzers besser als in den letzten beiden Jahren.
Dann kam das Seilziehen - wir immer unendlich Anstrengend. Zu unserem "Glück" hatten wir gleich mal das Kükenteam in unserer Gruppe der Vorrunde. Gleich zu Beginn zogen wir gegeneinander - obwohl uns die Gegner Gewichtmäßig stark überlegen waren, schafften wir ein 1:1. Auch die anderen Teams unserer Gruppe waren nicht schwach und wir hatten noch ein 1:1 und ein 2:0. Punktegleich mit dem Kükenteam schafften wir den Finaleinzug.
Im Semifinale ging es dann gegen die Gäu Warriors - unsere alten Freunde von 2009, die uns dort im Finale des Seilziehens bezwingen konnten. Diesmal schafften wir überraschend ein 2:0 und es kam wir befürchtet - nochmal gegen da
s Kükenteam im Finale ...
Auch dank des Losglücks der Seitenwahl konnten wir uns überraschend mit 2:1 durchsetzen - ein toller Erfolg, und die Titelverteidigung von 2010 im Sielziehen.

Am Ende gewannen wir dann unseren Dritten Titel in Folge mit 15 Punkten Vorsprung vor dem Kükenteam und den Gäu Warriors.




>> Zu den Ergebnissen

Montag, 30. Mai 2011

Nachruf Ricky Bruch

Die schwedische Diskuswurf Legende Ricky Bruch starb gestern (30.Mai) im Alter von 64 Jahren in einem Stockholmer Krankenhaus an Krebs.

Seine Leichtathletik Karriere begann er in den 60er Jahren zunächst als Kugelstosser, wo er 1969 bei den Europameisterschaften in Athen am Start war. Seine Bestleistung stand bei 20,28 Meter von 1973.
1971 wurde er
Dritter bei der Hallen EM in Sofia mit 19,50 Meter. Und 1973 Fünfter mit 19,29 Meter.

Seine Spezialdisziplin wurde aber bald der Diskuswurf - 1969 warf er mit 68,04 Meter Europarekord, und 1972 egalisierte er mit 68,40 Meter den Weltrekord von Jay Silvester.

Seine besten Platzierungen bei int
ernationalen Meisterschaften im Diskuswurf waren:
1968 Olympische Spie
le: 59,28m Platz 8
1969 Europameisterschafte
n: 61,08m Platz 2
1971
Europameisterschaften: 59,08m Platz 9
1972 Olympische Spiele: 63,40m Platz 3
1974 Europameisterschaften: 62,00m Platz 3
1976 Olympische Spiele: 58,06m Qualifikation
1983 Weltmeisterschaft: 59,28m Qualifikation

Die großen Weiten bei internationalen Meisterschaften blieben im aber verwährt. 1970 gingen Jay Silvester und Ricky Bruch auf die Jagd nach dem ersten 70 Meter Wurf. Ricky Bruch warf in einem Wettkampf im April 1971 zwar 70,12 Meter - der Diskus war aber zu leicht. Danach bestritt Ricky Bruch 22 Wettkämpfe in kürzester Zeit - erlitt dann aber einen Nervenzusammenbruch und erholte sich nur langsam.

Seine Werfer-Karrie
re unterbrach er von 1976 bis 1983. Der in Schweden sehr populäre Athlet spielte in der Zeit bei Filmen mit, betrieb Bodybuilding, schrieb Gedichte und nahm auch eine Single auf.

1983 begann er sein Comeback mit dem Ziel die olympischen Spiele 1984 zu gewinnen. Bekannt wurde er vorallem durch die inspirierende Dokumentation von Stefan Jarl "Själen är större än
världen" die ihm bei seinem Comeback zeigte.
Der mittlerweil
e 38-jährige Athlet hatte sehr gute Trainingsleistungen, bei den schwedischen Meisterschaften versagte er aber, und wurde nicht zu den olympischen Spielen mitgenommen die er dann im Fernsehen verfolgte. Nach den Spielen trainierte er aber noch verbissener und wollte den Weltrekord brechen. Von gemessenen Trainingswürfen auf über 75 Meter wurde berichtet. Am Ende des Jahres 1984 von Oktober bis November warf er dann in Schweden eine noch nie da gewesene Serie von Würfen über 68 Meter, wo er am Ende 71,26 Meter stehen hatte.







Später wurde es still um ihn, und er lebte zurückgezogen in einer Hütte in den Wäldern Schwedens. Zuletzt begann er aber wieder für Masters Wettkämpfe im Gewichtheben zu trainieren. Er hatte eine Trainingsgruppe junger Athleten und war in Facebook sehr aktiv.


Als bei ihm Krebs diagnostiziert wurde ging es schnell bergab.
>> Artikel in Schwedischer Zeitung mit Bilderreihe



Sonntag, 15. Mai 2011

1. Ötscherland Highland Games


Am Sonntag fanden vor der schönen Kulisse im Schloßpark von Purgstall die ersten Östscherland Highlandgames. Das Besondere an der Veranstaltung war der erste Vergleichskampf der beiden erst heuer geründeten Highland Games Verbände von Österreich (AHGF) und Ungarn (HSMA). Der Präsident der Ungarn - Adam Darazs brachte noch vier starke Highlander mit. Am Start war mit Martin Schiller auch der stärkste österreichische Highlander. Leider wurde der Veranstalter Franz Kastenberger, der die Anlagen sehr gut vorbereitet hat, nicht vom Wetter belohnt. Strömender Regen und nur 10°C empfingen die 12 Athleten die an den Start gingen. Die ersten zwei Bewerbe waren dann auch sehr schwierig, da durch den Dauerregen sowohl der Boden wie die Wurfgeräte sehr rutschig waren. Trotzdem gab es starke Leistungen zu sehen. Das 12,5kg Weight for Distance (Gewichtsweitwurf) gewann Martin Schiller mit 18,50 Meter vor den beiden Ungarn Akos Nagy (18,32m) und Robert Meszaros (16,94m). Den Schottenhammer (7,3kg) gewann ebenfalls Martin Schiller (32,20m) vor Robert Meszaros (30,20m) und Csaba Meszaros (27,22m). Nach einer kurzen Unterbrechung ging es mit dem Steinstossen weiter, der Dauerregen klang dann endlich ab, auch wenn es nicht wärmer wurde. Den Breamar Stone (Standstoß mit 11,7kg) gewann Robert Meszaros (9,74m) vor Adam Darazs (9,41m) und Martin Schiller (9,33m). Den Open Stone (7,2kg) gewann Martin Schiller (13,26m) vor Robert Meszaros (12,09m) und Adam Darazs (11,29m). Das Weight for Height (Gewichtshochwurf mit 25kg) war dann eine rein ungarische Sache. Akos Nagy gewann mit 4,60m vor Csaba Meszaros (4,40m) und Adam Darazs (4,20m). Bester Österreicher war auch hier Martin Schiller mit 4,00m. Zum Abschluß wurde dann der Caber Toss (Baumstammwerfen) durchgeführt. Hier gab es drei verschieden lange und schwere Bäume, jeder Athlet der einen Baum zum Überschlag brachte durfte den nächst schweren nehmen. Bis zum 6 Meter langen Caber schafften es dann drei Athleten - aber keine schaffte einen Überschlag. Am höchsten stellte Martin Schiller den Baum auf vor Adam Darazs und Richard Springle. In der Gesamtwertung gewann der Martin Schiller vor den punktegleichen Ungarn Robert Meszaros und Adam Darazs.

>> komplette Ergebnisse

Samstag, 30. April 2011

Season Opening in der Veitsch

Nur 5 Tage nach unserem anstrengenden Highland Game in Wien stand jenes in der Veitsch am Programm.
Auf zwei Dinge kann man sich in der Veitsch verlassen: Gut vorbereitete Wettkampfanlagen von unseren Veitscher Kollegen, und Regen - das enge Tal in dem die Veitsch liegt ist ein Wolkenfänger oder so ähnlich ...

Pünktlich um 12:00 Uhr starteten 8 At
hleten in den Bewerb, und wir versuchten möglichst schnell die ersten Bewerbe durchzubringen solange es noch trocken bleibt.

Open Stone 7.3
kg:
Vorne Weg war Schilli mit 13,19 Meter - dahinter war es dann knapp zwischen Florian, Wohli und mir - wobei Florian am Ende mit 12,13 Meter vorne war.

Hammer 7.3kg:
Premiere für den neuen Wettkampfhammer - die ich mir besser vorgestellt habe. Gewinnen konnte erwartungsgemäß Schilli mit großen Abstand und 32,66 Meter. Dahinter wieder ganz knappe Entscheidung wie beim Stein. Diesmal war ich mit 25,90 Meter vorne - abe
r einiges weg von den erhofften 27,50 Meter für die A-Heavys in Deutschland. Wohli und Florian kamen auch über 25 Meter.
Die letzten Würfe ware
n dann schon im strömenden Regen, und wir legten nach dem Bewerb eine Pause ein.

Zum Glück gibt es am Wettkampfgelände in der Veitsch eine gemütliche Hütte wo auch gegrillt wurde :)

Weight for Distance:

Hier blieben die großen Weiten diesmal aus - unser Abwurfbereich war eine rutschige
Sumpflandschaft geworden und es blieb vorerst kühl und regnete leicht.
Schilli gewann mit 17,64 Meter - dahinter wieder der gewohnt knappe Kampf um die Plätze - ich konnte mit 14,72 Meter Platz Zwei holen, dahinter ebenfall mit über
14 Meter Florian vor Wohli.

Cabertoss:
Vor dem nächsten Regen wollten wir noch den Cabertoss absolvieren. Was wir auch schafften. Der schwere Baum den wir im Herbst in der Veitsch probiert haben kam uns allen nicht mehr schwer vor - lag aber wohl daran, dass er über den Winter ausgetrocknet ist. Es schafften 5 Athleten einen Überschlag, wobei Wohli und Schilli mit 12:00 vorne waren.

Weight for Height 25kg:
Nach einer erneuten Regenpause zeigte sich erfreulicher Weise die Sonne, die dann auch bis zum Schluß draussen blieb.

In 25cm Schritten ging es recht flott - bei 3,50 Meter blieben Florian und ich. Wobei ich auf 3,75 Meter zwei ganz knappe Fehlversuche hatte - schade, wäre Bestleistung gewesen. Schilli schaffte 3,75 Meter - und dann war nur mehr Wohli übrig. Zu Beginn wäre er mit einer Reihe von Fehlversuchen fast wieder frühzeitig ausgeschieden. Dann hatte er sein Visier aber richtig eingestellt. Bisher stand die Österreichische Bestleistung bei 4,20 Meter - ebenfalls von Wohli gehalten. Die verbesserte er zunächst auf 4,25 Meter, dann auf 4,50 Meter und am Schluß auf sehr starke 4,75 Meter. Die überwarf er ohne Berührung der Latte - welche bei der Nachmessung dann auch auf exakt 4,75 Meter lag - haben die Veitscher Kollegen ein präzise Arbeit abgeliefert beim Bau der Anlage.

Strongman-Bewerb:

Einen innovativen Bewerb gab es am Schluß - es war eine Seilzuganlage der Veitscher die wir mit jedem Durchgang schwerer machten, bis das Gewicht niemand mehr hochziehen konnte.
Vor dem Bewerb standen die Plätze 1 und 2 schon fest. Florian und ich waren aber punktegleich auf Platz 3 - wodurch der Bewerb spannend war. Mit der "Umfalltechnik" vom Florian war dann aber um ein Gewicht früher Schluß wie mit meiner klassischen Zugtechnik. Diese verwendete auch Hannes, und wir belegten gemeinsam Platz 3. Zweiter wurde Schilli, und Wohli gewann erwartungsgemäß den Kraftbewerb, wenn auch mit etwas eigenwilliger Technik.
Es änderte aber ohnehin nichts am überlegenen Sieg von Schilli.
Fünfter in der Gesamtwertung wurde Hannes vor Andi, und den beiden Gastgeberen Christian und Bernd.
>> vollständige Ergebnisse

Veitscher Wertung:
Dem unvermeidlichen Pintomat in der Veitsch entkam ich diesmal auch nicht, zum Glück war der Florian mit - der zwar bekanntlich viel trinken kann, aber scheinbar nicht schnell.
Ergebnis:
Bernd: 3,91s
Hannes: 4,10s
Schilli: 4,12s
Christian: 5,51s
Andi: 9,27s
Wohli: 9,
41s
Katzi: 12,12s
Florian: 15,82s



Montag, 25. April 2011

Season Opening in Stadlau


Am Ostermontag war die Highland Games Saisonerföffung auf unserer Trainingsanlage in Wien Stadlau.
Das Teilnehmerfeld war so groß und gut wie noch nie zu Beginn der Saison:
9 A-Heavys und 6 B-Heavys waren am Start, mit dabei auch starke Athleten aus Deutschland und Ungarn.


Steinstoß:
In den ersten beiden Bewerben konnte Martin Schiller gleich einen Vorsprung rausholen und gewann knapp. Den 11,7kg Breamar Stone aus dem Stand mit 9,87m knapp vor Michael Wohlrab mit 9,84m und Torsten Hülsemann vom Team To-be-Strong aus Deutschland mit 9,70m.
Ich selbst schaffte mit 8,58m auch eine Bestleistung.
Mit dem Open Stone (7,2kg) war es wieder Martin Schiller, der mit 13,26m vorne lag. Mit 12,90m wurde Torsten Hülsemann Zweiter, und Adam Darazs - der stärkste Ungarische Highlander - Dritter mit 12,33m.

Weight for Distance:
Hier hätte sich der Favorit Martin Schiller mit dem leichten Gewicht fast aus dem Bewerb geschossen - die ersten beiden Würfe gingen aus dem Sektor. Im Durchgang Versuch konnte er mit einem Sicherheitswurf auf 16,33 Meter dann doch noch den zweiten Platz holen. Gewonnen hat Michael Wohlrab mit einem starken Wurf auf 16,36m. Ich holte mit neuer Bestleistung von 15,83m den Dritten Platz.
Danach hatte das schwere Gewicht (26kg - sogar einen Kilo zu schwer) in Österreich Premiere.
Wirklich weit ging es noch nicht - aber Martin Schiller konnte sich hier mit 8,26m zu 8,19m bei Michael Wohlrab revanchieren. Platz 3 ging an den Steirer Richard Springle mit 6,29m.

Hammer Throw:
Auf unserem Trainingsgelände geht es bergan für den Hammerwurf. Die Weiten wurden daher nicht ins Protokoll aufgenommen - es zählten nur die Platzierungen.
Es war so, dass Martin Schiller wieder nur einen gültigen Versuch hatte - aber dank seiner überlegenen Technik reichte er für den Sieg. Dahinter kam dann Michael Wohlrab mit starken Würfen, Platz 3 ging an Adam Darazs.

Weight for Height:
Das erste Game früh in der Saison war für alle Teilnehmer schon anstrengend. Was sich ab diesem Bewerb bemerkbar machte. Den ersten Platz mit dem 25kg Gewicht belegten gemeinsam Martin Schiller und Adam Darazs mit 3,80 Meter. Dritter wurde unser Trainingskollege Florian Stadelmayer mit 3,60 Meter. Den einzigen 4 Meter Wurf an diesem Tag schaffte der B-Heavy Starter Istvan Török aus Ungarn mit dem 20kg Gewicht.

Cabertoss:
Alle A-Heavys schafften den Qualifikations-Caber, und hatten daher die Chance den schweren 55kg Wettkampfbaum zu probieren.
Nur Michael Wohlrab gelang dann ein Überschlag - und das gleich auf saubere 12:00 Uhr.
Platz 2 mit 75° ging an Martin Schiller, den dritten Platz teilten sich dann 4 Athleten mit 50°.
Den Wettkampfbaum der B-Heavys überdrehte nur Markus Schmitzer - er kam auf 11:00 Uhr.

Stone of Manhood:
Am Schluß musste der unhandliche 65kg Stein so oft wie möglich innerhalb einer Minute über eine Latte gehoben werden. Bei den A-Heavys über Körperhöhe, bei den B-Heavys über Schulterhöhe.
Bei den A-Heavys schafften das "Grip-Master" Hannes Kainz und Kraftdreikämpfer Michael Wohlrab gleich 7 mal. Adam Darazs wurde mit Dritter mit 6 erfolgreichen Versuchen. Und Schande über mich und Torsten ...
Bei den B-Heavys war Markus Schmitzer mit 6 Versuchen vorne.

Den Gesamtsieg bei den A-Heavys holte Martin Schiller mit 14,0 Punkten vor Michael Wohlrab mit 18,0 Punkten und Adam Darazs mit 34,0 Punkten.
Dahinter war es dann ganz knapp - nur 8,5 Punkte lagen zwischen dem Vierten und Neunten Platz.
Die Gesamtergebnisse gibt es >> hier.

Bei den B-Heavys gewann Lukas Prettenthaler mit 14,5 Punkten vor Markus Schmitzer mit 18,5 Punkten und Istvan Török mit 21,0 Punkten.





Freitag, 18. März 2011

Putting the Stone

Der Steinstoss ist traditionell der erste Bewerb bei Highland Games.
Es gibt mehrere Varianten der Bewerbs:
Den "Open Light Stone" - entweder wird hier die Leichtathleten Eisen-Kugel mit 7,26kg genommen, oder ein Naturstein mit ähnlichen Gewicht.
Der "Open Heavy Stone" - hier kann auch eine Eisenkugel mit einem Gewicht zwischen 9 - 10kg genommen werden oder ein Naturstein.
Der "Standing (Braemar) Stone" ist ein Naturstein mit einem Gewicht von bis zu 26 lbs (11,8kg)

Bei den meisten Games gibt es die beiden Open Stones. In den USA ist der
Braemar Stone recht weit verbreitet. Benannt nach dem grössten Highland Games in Schottland, wo es diesen Bewerb ebenfalls gibt. Dabei muss aus dem Stand gestossen werden. In Schottland, wo die Regelauslegung oft sehr streng ist, darf auch beim Auftakt zum Stoß keiner der beiden Füssen den Boden verlassen.

Bei den Open Stone Bewerben variieren die Techniken - wie auch in d
er Leichtathletik. Manche Athleten stossen überhaupt nur aus dem Stand. Von der alten Ansprungtechnik, über das Angleiten bis zum Drehstoß sind alle Techniken erlaubt.
Wegen dem oft unebenen und rutschigen Untergrund auf einer Wiese ist es allerdings nicht immer leicht ähnliche Weiten wie aus einem Kugelkreis zu erzielen - selbst mit der Eisenkugel.
Zum Vergleich: Geoff Capes erzielte 1982 mit der Eisenkugel mit 19,89 Meter den Weltr
ekord für Highland Games, sein Rekord aus dem Kugelkreis steht bei 21,68 Meter (zwei Jahre vorher erzielt).

Bei den Natursteinen kommt noch hinzu, dass diese oft wegen ihrer Grösse während dem Versuch schwer am Hals zu halten sind. Hier auch ein Vergleich: mit dem 7kg Stein schaffte die Werferlegende Brian Oldfield 1973 mit 19,25 Meter die bisher weltbeste Weite. Mit der Kugel aus dem Betonkreis kam Brian mit der Drehstoßtechnik 1975 auf die Weltrekordweite von 22,86 Meter.
In diesem Video sieht man Brians "Kampf" mit einem Open Stone:






Aufgrund der erwähnten Schwierigkeiten verzichten viele Athleten auf einen kompletten Drehstoß und machen statt dessen den s.g. "South African" wo der erste Teil der Drehung entfällt, und der Athlet mit Blickrichtung zum Abwurf beginnt. Da die "Backlines" auch manchmal etwas weiter weg vom Balken sind als bei einem Kugelkreis geht diese Technik recht gut bei Highland Games.

Bei einem Highlandgame ist es wichtig sich schon beim Aufwärmen mit den Steinen und Untergrund "anzufreunden". Die richtige Schuhwahl spielt vorallem bei Regen eine wichtige Rolle.

Das Steinstossen mit Anlauf ist vorallem in der Schweiz, Deutschland und Österreich bei Rasenkraftsport Wettkämpfen verbreitet. Hier wird ein 15kg Eisenblock aus einem beliebig langen Anlauf einarmig gestossen. Der Weltrekord liegt hier bei 13,11 Meter. Der Bewerb stammt ursprünglich von Germanischen Volksfesten, wo auch Natursteine gestossen oder über Kopf geworfen wurden.







Dienstag, 4. Januar 2011

Highland Games Termine 2011

Durch unsere Kontakte zu den Ungarischen und Deutschen Highlandern ist der Terminkalender für 2011 ganz schön voll - da sind wir häufig "On the Road"

Highlights sind heuer die IHGF Amateur Europameisterschaften wo Schilli und ich vom Veranstalter bereits eingeladen wurden und die
IHGF Amateur Weltmeisterschaften zu denen Schilli eine Einladung bekommen hat - unsere ersten Auftritte bei internationalen Meisterschaften.
Bei den Wettkämpfen in Deutschland hoffe ich bereits die A-Heavy Quali von unseren Vorbereitungswettkämpfen mit zu bringen.

16. oder 17.April - Season Opening / Wien - Stadlau

30.April - Season Opening / Veitsch

8.Mai - Ultra Werfer 5-Kampf / Purgstall

15. Mai - Highlandgame / Purgstall

4./5. Juni - 7.Oßweiler Highlandgames / Deutschland

25. Juni - Highland Games / Györ (Ungarn)

2. Juli - IHGF Amateur Europameisterschaften / Siofok (Ungarn)

10. Juli - Int. Highland-Games in Angelbachtal / Deutschland

29. Juli - WM Testwettkampf / Zalakaros Spa (Ungarn)

6. August - IHGF Amateur Weltmeisterschaften / Spokane (USA)

21. August - Highlander des Tages / Bärndorf

18. September - XI. Int. Highland Games in Machern / Deutschland

1. oder 2.Oktober - 7.Stadlauer Highland Games / Wien