Freitag, 18. März 2011

Putting the Stone

Der Steinstoss ist traditionell der erste Bewerb bei Highland Games.
Es gibt mehrere Varianten der Bewerbs:
Den "Open Light Stone" - entweder wird hier die Leichtathleten Eisen-Kugel mit 7,26kg genommen, oder ein Naturstein mit ähnlichen Gewicht.
Der "Open Heavy Stone" - hier kann auch eine Eisenkugel mit einem Gewicht zwischen 9 - 10kg genommen werden oder ein Naturstein.
Der "Standing (Braemar) Stone" ist ein Naturstein mit einem Gewicht von bis zu 26 lbs (11,8kg)

Bei den meisten Games gibt es die beiden Open Stones. In den USA ist der
Braemar Stone recht weit verbreitet. Benannt nach dem grössten Highland Games in Schottland, wo es diesen Bewerb ebenfalls gibt. Dabei muss aus dem Stand gestossen werden. In Schottland, wo die Regelauslegung oft sehr streng ist, darf auch beim Auftakt zum Stoß keiner der beiden Füssen den Boden verlassen.

Bei den Open Stone Bewerben variieren die Techniken - wie auch in d
er Leichtathletik. Manche Athleten stossen überhaupt nur aus dem Stand. Von der alten Ansprungtechnik, über das Angleiten bis zum Drehstoß sind alle Techniken erlaubt.
Wegen dem oft unebenen und rutschigen Untergrund auf einer Wiese ist es allerdings nicht immer leicht ähnliche Weiten wie aus einem Kugelkreis zu erzielen - selbst mit der Eisenkugel.
Zum Vergleich: Geoff Capes erzielte 1982 mit der Eisenkugel mit 19,89 Meter den Weltr
ekord für Highland Games, sein Rekord aus dem Kugelkreis steht bei 21,68 Meter (zwei Jahre vorher erzielt).

Bei den Natursteinen kommt noch hinzu, dass diese oft wegen ihrer Grösse während dem Versuch schwer am Hals zu halten sind. Hier auch ein Vergleich: mit dem 7kg Stein schaffte die Werferlegende Brian Oldfield 1973 mit 19,25 Meter die bisher weltbeste Weite. Mit der Kugel aus dem Betonkreis kam Brian mit der Drehstoßtechnik 1975 auf die Weltrekordweite von 22,86 Meter.
In diesem Video sieht man Brians "Kampf" mit einem Open Stone:






Aufgrund der erwähnten Schwierigkeiten verzichten viele Athleten auf einen kompletten Drehstoß und machen statt dessen den s.g. "South African" wo der erste Teil der Drehung entfällt, und der Athlet mit Blickrichtung zum Abwurf beginnt. Da die "Backlines" auch manchmal etwas weiter weg vom Balken sind als bei einem Kugelkreis geht diese Technik recht gut bei Highland Games.

Bei einem Highlandgame ist es wichtig sich schon beim Aufwärmen mit den Steinen und Untergrund "anzufreunden". Die richtige Schuhwahl spielt vorallem bei Regen eine wichtige Rolle.

Das Steinstossen mit Anlauf ist vorallem in der Schweiz, Deutschland und Österreich bei Rasenkraftsport Wettkämpfen verbreitet. Hier wird ein 15kg Eisenblock aus einem beliebig langen Anlauf einarmig gestossen. Der Weltrekord liegt hier bei 13,11 Meter. Der Bewerb stammt ursprünglich von Germanischen Volksfesten, wo auch Natursteine gestossen oder über Kopf geworfen wurden.







Dienstag, 4. Januar 2011

Highland Games Termine 2011

Durch unsere Kontakte zu den Ungarischen und Deutschen Highlandern ist der Terminkalender für 2011 ganz schön voll - da sind wir häufig "On the Road"

Highlights sind heuer die IHGF Amateur Europameisterschaften wo Schilli und ich vom Veranstalter bereits eingeladen wurden und die
IHGF Amateur Weltmeisterschaften zu denen Schilli eine Einladung bekommen hat - unsere ersten Auftritte bei internationalen Meisterschaften.
Bei den Wettkämpfen in Deutschland hoffe ich bereits die A-Heavy Quali von unseren Vorbereitungswettkämpfen mit zu bringen.

16. oder 17.April - Season Opening / Wien - Stadlau

30.April - Season Opening / Veitsch

8.Mai - Ultra Werfer 5-Kampf / Purgstall

15. Mai - Highlandgame / Purgstall

4./5. Juni - 7.Oßweiler Highlandgames / Deutschland

25. Juni - Highland Games / Györ (Ungarn)

2. Juli - IHGF Amateur Europameisterschaften / Siofok (Ungarn)

10. Juli - Int. Highland-Games in Angelbachtal / Deutschland

29. Juli - WM Testwettkampf / Zalakaros Spa (Ungarn)

6. August - IHGF Amateur Weltmeisterschaften / Spokane (USA)

21. August - Highlander des Tages / Bärndorf

18. September - XI. Int. Highland Games in Machern / Deutschland

1. oder 2.Oktober - 7.Stadlauer Highland Games / Wien

Samstag, 4. Dezember 2010

Ben Plucknett - Diskuswerfer und Highlander

Am 17.November 2002 starb "Big Ben" im Alter von 48 Jahren in Missouri an einer Hirn-Aneurysmata.
Der 2,01 Meter grosse und 138 kg schwere Athlet hatte einen Körperbau der für den Kraftsport geschaffen war. Zunächst wollten verschiedene Trainer einen Football-Spieler, Ringer oder Hammerwerfer aus ihm machen. Er wollte aber Diskuswerfer werden.

1976, mit 22 Jahren warf er erstmals über die 60 Meter Marke.
1977 ging er nach San Jose in Kalifornien um mit den "Big Men" zu trainieren - einige Weltklasse Werfer und Gewichtheber trainierten dort gemeinsam. Gemeinsam mit Jim McGoldrick (damals noch Diskuswerfer, später 5-facher Weltmeister bei den Highlandgames) arbeitete er als Türsteher bei einem Nachtclub. Bei einem Streit mit zwei minderjährigen Buben feurten diese 7 Schüsse auf Ben ab, zwei davon trafen ihn in den Bauch - er überlebte, verlor aber ein ganzes Trainingsjahr.

1979 warf er dann erstmals über 66 Meter. Bei den US Amateur - Meisterschaften traf ihn die Diskuslegende Al Oerter beim Einwerfen an der Hüfte mit dem Diskus. Ben startete trotzdem bei dem Wettkampf, nachher musste er mit 12 Stichen genäht werden.

1980 verbesserte er seine Bestleistung von 1979 über zwei Meter auf 68,18 Meter konnte aber durch das Olympiaboykott nicht in Moskau starten.

1981 war dann seine stärkste Saison. Mit dem Diskus warf er 72,34 Meter, mit der Kugel kam er auf 20,59 Meter. Seine Diskusleistung wurde international aber nie anerkannt, denn er wurde Anfang des Jahres in Neuseeland positiv auf anabole Steroide gestestet. Zunächst wurde er von der IAAF lebenslang gesperrt, dann wurde die Sperre auf 18 Monate reduziert.
Kurioser Weise wurde seine Leistung zwar nicht als Weltrekord anerkannt, aber ist noch immer der gültige US Rekord. Bis 1986 war dann der US Rekord besser als der Weltrekord.

Ben kam aber wieder zurück, und 1983 warf er 71,32 Meter - seine offizielle, international anerkannte Bestleistung. 1988 bei den olympischen Trails verpasste er mit 63,48 Meter und Platz 4 ganz knapp die Qualifikation für Seoul. 1989 war dann seine letzte Saison als Diskuswerfer.

Dann wandte er sich erfolgreich den Highlandgames zu - 1993 in Aviemore stellte er mit 5,58 Metern einen neuen Weltrekord im Weight for Height auf.
Von diesem Wurf gibt es ein Video:




Sonntag, 21. November 2010

Zäher Einstieg in das Wintertraining

Motiviert durch die guten Leistungen am Saisonende und mit einem neu gestalteten Kraftraum ging ich die Vorbereitung der Saison 2011.

Zunächst standen 4 Wochen allgemeines Training am Programm, wo sich Florian anschloss - der überraschend Zweiter bei den B-Heavys in Stadlau wurde.
Gleich beim ersten Training zwei Rückschläge - dank schlampiger Technik bei den Tiefkniebeugen irgendwas im unteren Rücken eingeklemmt, wodurch ich bei den folgenden Trainings keine schweren Lasten mehr nehmen konnte.
Mein Patella-Sehne machte sich auch wieder schneller bemerkbar als befürchtet - diese Probleme kenne ich aber seit dem Frühjahr - mit Elektroimpulsen und "Active-Release" kriege ich das aber langsam in Griff.

Dieses Wochenende konnte ich erstmals wieder halbwegs schmerzfrei Technik trainieren - ein schönes Gefühl :)

Der Schilli scheint seinen Trainingseinstieg (war mit Anfang November geplant) um mindestens ein Monat nach hinten zu verschieben.
Kollege Gratzer trainiert schon fleissig für die Hallensaison, seine hartnäckigen Probleme mit dem Rücken und Oberschenkel begleiten ihn aber weiterhin, dazu kam noch ein Bändereinriss. Was gut ist, ist aber dass es derzeit mit einer relativ stabilen Technik stösst - da er zum einen viele Stösse gemacht hat, und wir auch ein seiner Technik ein paar Kleinigkeiten umgestellt haben.

Mittlerweile bin ich bei meinem Trainingsplan bis Ende April angelangt, der mir in meiner zweiten "echten" Highlander Saison mehr Kraft und bessere Technik bringen soll.
Zwei mal die Woche geht es spät Abends nach meinen langen Arbeitstagen in unsere Kraftkammer und am Wochenende bei Tageslicht steht das Techniktraining im Vordergrund. Da gibts noch einiges zum Üben.

Der Plan hat einen 14 Tage Rhytmus, ich halte es für besser immer verschiedene Schwerpunkte zu setzen:

Woche 1:

Kraft 1:
5x 5WH Tiefkniebeuge
5x 5WH Bankdrücken
Nebenübungen: Beibizeps, Zugübungen, spez. Rumpfkraft

Kraft 2:
5x 3WH Umsetzen + Stossen
10x Sprungserien
10x 5 Medizinballstösse
Nebenübungen: Überkopfkniebeugen, Schultern, Rotatoren

Technik 1:
Kettlebells
10x Cabertoss
Hammerwurf
Weight f. Distance

Woche 2:

Kraft 3:
5x 5WH Frontkniebeuge
5x 5WH Schrägbankdrücken
Nebenübungen: Beibizeps, Zugübungen, spez. Rumpfkraft

Kraft 4:
5x 3WH Kreuzheben
5x 3WH Stossen v.d. Brust
10x Sprungserien
Nebenübungen:
Überkopfkniebeugen, Bauchcrunches

Technik 2:
Medizinball/Kugelwürfe
Weight f. Height
Hammerwurf
Weight f. Distance

Steinstossen

Die Saisonziele 2011 sehen wie folgt aus:

Weight f. Distance:
Hier stellte ich 2010 mehrmals meine Technik um, da ich mit den zwei Drehungen nicht zurecht kam - zwei mal warf ich mit verschiedenen Techniken knapp an 15,50 Meter im Wettkampf heran. Mittlerweile glaube ich die Technik der zwei Drehungen verstanden zu haben - diese Disziplin steht auch wöchentlich am Programm. Weiten über 16 Meter im Wettkampf sind hier das Ziel.

Hammerwurf:
Der Zweite Rotationswurf - wenn auch nur aus dem Stand - der mir Technisch große Probleme bereitet. Weiten knapp unter 26 Meter im Wettkampf waren hier bis
her das Beste von mir. Auch hier denke ich jetzt die Technik verstanden zu haben - mit einem wöchentlichen Training sollten hier Weiten über 28 Meter möglich sein.

Weight f. Height:
Hier habe ich mich am Ende der Saison mit guten Leistungen mit dem 25kg Gewicht selbst überrascht. 3,70 Meter waren es dann. Hier denke ich liegt der Schlüssel bei den Kraftwerten, wenn ich mich im Kreuzheben und bei den Kniebeugen steigere sollten hier Höhen von 3,80 - 3,90 Meter drinnen sein.

Steinstossen:
Wegen meinem kaputten Ellbogen kann ich hier nicht viel spezifisch trainieren. Heuer kam ich mit den unhandlichen Geräten zwei mal knapp über 12 Meter im Wettkampf. Mit einer guten Athletik und ein paar kurzen, konzentrierten Technikeinheiten sollten da aber Weiten um 12,50 Meter möglich sein - die Eisenkugel habe ich ja schon mal über 14 Meter gestossen :)

Cabertoss:
Von den "AHC-Weitwürfen" ist meine Technik mit den schweren Cabers nicht wirklich gut - Abwurf erfolgt zu spät, Armzug geht zu wenig nach oben. Wenn ich das ausbessern kann, müssten die schweren Brocken auch besser gehen.

Ist halt immer gut wenn man weiß wo man ansetzen muss, um sich zu verbessern ;)

Samstag, 16. Oktober 2010

1. Vereinsmeisterschaften Highlandgames

Heute fanden unsere ersten Vereinsmeisterschaften für Highlandgames statt. Ganz an die Voranmeldezahlen kamen wir zwar nicht heran - aber immerhin 7 Athleten stellten sich der Herausforderung.

Erster Bewerb war Hammerwurf - da es an unserer Trainingsanlage bergan geht haben wir nicht gemessen. Schilli machte es spannend und drehte in die "falsche" Richtung - trotzd
em konnte er mich knapp schlagen. Richard wurde Dritter.

Dann gingen wir zur Kugelanlage und es konnte wieder gemessen werden. Schilli nahm wieder den "falschen" Arm - und da mein einziger weiter Wurf ungültig war, gewann er auch hier. Platz 3 ging an Marius.

Ab dem Braemar Stone war dann aber Schluß mit Lustig - mit 8,42 Meter schaffte ich eine neue Bestleistung, Schilli - diesmal mit dem richtigen Arm kam konnte mit 8,98 Meter im letzten Versuch noch den Sieg holen. Platz 3 ging diesmal an Andi.

Im Weight for Height konnte ich mit dem 25kg Gewicht und neuer Bestleistung von 3,70 Meter den "Clean-Sweep" vom Schilli
schon vorzeitig verhindern. Die restlichen Vereinskollegen von uns durften das 20kg Gewicht nehmen. Andi und Richard schafften 3,10 Meter.

Beim Caber-Toss gewann Andi mit den B-Heavy Caber und einem sauberen 12:00er. Schilli und ich bekamen von unserem strengen Caber - Judge Gerd jeweils 11:45 mit dem Wettkampfcaber.

Das Powermedley war wieder mal das Highlight - sogar die Sonne ließ sich dafür blicken. Erster Bewerb war eine Strecke mit Wendpunkt mit dem Prowler der mit ca. 90kg beladen war. Dann folgten wieder zwei Tire-Flips bzw. 3 für Schilli und mich, zum Schluß wieder der Stone of Manhood. Diesmal musste ich ihn gleich zwei mal heben, und verlor wertvolle Zeit.

Endstand war:
Schilli Platz 1, Ich Platz 2, Andi Platz 3
>> Hier gibt es die kompletten Ergebnisse


Nach nur drei Stunden hatten wir alles durch, dann gab es noch ein spannendes Seilzugduell: 3 Werfer gegen 4 Sprinter/Läufer -> die Werfer konnten sich am Ende natürlich durchsetzen :)

Sportlich ließen wir den Nachmittag auch ausklingen beim Grillen & Bier ...


Sonntag, 10. Oktober 2010

16.Bergturnfest am Eisernen Tor

Heute Sonntag - waren Sandy und ich wieder am Eisernen Tor, beim 16.Bergturnfest des ÖTB Tv Jahn Baden. Der Verein feierte heuer auch sein 20-jähriges Bestehen.

Trotz des schönen Wetter gab es weniger Teilnehmer wie letztes Jahr - vorallem bei den Frauen.
Bei den Männern ging es mit dem Bergansprint los - gegenüber
dem letzten Jahr sind die Zeiten nicht ganz vergleichbar, da die Streckenlänge nicht exakt vermessen ist, subjektiv gefühlt war ich aber heuer sicher langsamer (14,69s) - kein Sprints, keine Tempoläufe im Training.

Auch die Frauen begannen mit dem Bergansprint auf einer kürzeren Strecke. Sandy war mit 13,32s deutlich schneller wie letztes Jahr - aber auch hier weiß ich nicht ob
die Streckenlänge vergleichbar ist.

Im Geerwurf vergab ich dann mit drei Fehlwürfen alle Chancen auf eine gute Platzierung, Sandy überraschte hier mit einem sauberen Treffer auf 6 Punkte.
Wahrscheinlich ist der Effekt von dem Training am Freitag wo ich das geübt habe auf sie übergegangen obwohl sie nicht dabei war ...

Den Standweitsprung gewann ich mit etwas verhaltener La
ndung auf der rutschigen Wiese mit 2,60 Meter. Sandy kam auf 1,52 Meter - letztes Jahr waren es nur 1,40 gewesen.

Im Steinstoss konnte ich mit dem schönen grossen Stein meine Stärke ausspielen und gewann mit einigem Vorsprung mit 8,47 Meter. Hier auch endlich eine Verbesserung zum Vorjahr wo ich auf 8,20 Meter kam. Sandy verbesserte sich auch hier auf 5,22 Meter.

Sportliches Highlight war sicher das spannenden Sprintduell mit meinem Leichtathletik Kollegen (seit Jahrzehnten) Franz Aigner. Auf die letzten paar Meter konnte ich mich ganz knapp absetzen :)

Den Vierkampf der Männer gewann dann wieder der Veranstalter und "König der Bergturnfeste" Roland Lackinger. Ich wurde zunächst als Letzter und Zwölfter aufgerufen, dann stellte sich aber heraus dass da meine Punkte falsch berechnet wurden, und ich wurde dann doch Fünfter (ohne Geerwurf).
Sandy konnte mit einem Sieg überraschen - wobei sie mit der Frau von Roland aber auch nur eine Gegnerin hatte. In der "Familienwertung" somit ein unentschienden :)

Zum Abschluß übten wir mit den Teilnehmern noch etwas Cabertoss mit kleinen Bäumen:



Sonntag, 3. Oktober 2010

6. Stadlauer Highlandgames

Gestern hatten wir bei unseren Games in Stadlau das große Saisonfinale.
Mit 29 Teilnehmern stellten wir das Vorjahresergebnis ein - sportlich gesehen waren aber sicher die stärksten Games die wir bisher hatten, dank der regen Teilnahme unserer Freunde aus Deutschland.
Leider war das Zuschauerinteresse weitaus geringer wie in den letzten Jahren. Ingesamt fanden sich zwischen 200 bis 300 Zuschauer über den T
ag verteilt ein. An der Medienpräsenz im Vorfeld hat es wohl nicht gelegen, die war so gut wie noch nie mit zwei Radioeinschaltungen in 88.6 und Radio Arabella sowie Vorankündigungen in der Krone und Bezirkszeitungen. Es fand aber gleichzeitig die große U2-Eröffnung mit Wahlkampfveranstaltung im Bezirk statt, und das Wetter war sehr kühl.

Aber zurück zum erfreulichen Teil - dem sportlichen.

Zunächst zu den Frauen:

Hier hatten wir gleich 7 Teilnehmerinnen, drei davon aus Deutschland. Sonja konnte i
hren Titel ungefährdet verteidigen - gleich 5 von 6 Disziplinen konnte sie gewinnen. Petra - heuer deutsche Vizemeisterin - lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit Dana, die bei ihrem Comeback mit sehr starken Leistungen überzeugte. Am Ende setzte sich sich dann aber die Wettkampferprobte Petra mit einem Punkt Vorsprung durch. Dana konnte im Cabertoss einen Einzelsieg verbuchen und somit den "Clean-Sweep" von Sonja verhindern.
Anette aus dem Angelbachtal wurde Vierte und damit zweit beste deutsche Teilnehme
rin.

Die B-Heavys:

Mit 15 Teilnehmern hatten sie das größte Starter-Feld. 5 Teilnehmer kamen aus Deutschland. Obwohl seine Spezialdisziplin der Hochwurf für ihn nicht nach Wunsch verlief, gewann der Masters Multi-Werfer Franz Kastenberger den Bewerb. Als er wie üblich knapp vor Bewerbsbeginn (diesmal ca. 1 Minute vorher) auftauchte war er für mich der Favorit. Im Weight for Distance holte er einen Einzelsieg.
Platz 2 war dann aber eine Überraschung - der ging an unseren Vereinskollegen Florian Stadelmayer. Noch dazu mit einem schönen Abstand zum dritten Platz. Es absolvierte sein erstes ernsthaftes Highlandgame und wohl ein paar unbemerkte Trainings. Im Steinstossen holte er den Einzelsieg.

Platz 3 ging wie schon bei den deutschen B-Heavy Meisterschaften an Markus Single, der damit auch bester deutscher B-Heavy an dem Tag war. Er konnte im Hammerwurf und Cabertoss zwei Einzelsiege verbuchen. Ich selbst hätte ihn weiter vorne erwartet, im Hochwurf und Porwermedley verlor er aber einige Punkte.
Platz vier sicherte sich mit einem ausgelichenen unser Teamkollege Markus Schmitzer.
Das Duell des Vorjahres zwischen "Luki der Spinne" und dem "schrecklichen Sv
en" war diesmal wieder spannend, verlagerte sich aber auf Platz 5 und endete unentschieden. Sven von den McManiacs konnte den Hochwurf mit starken 4,20 Meter gewinnen.
Gottfried Elsner vom Team "Weils Wurscht Ist" aus Deutsch Altenburg wurde Siebenter, und Stefan Cordes - ebenfalls von den McManiacs - wurde Achter und gewann das Power
meldley. Eine Überraschug lieferte auch Roland Lackinger - der ungeschlagene König der Bergturnfeste in Österreich wurde bei seinem ersten Highlandgame in einem starken Feld Neunter.

Die A-Heavys:

Klein aber sehr stark präsentierte sich das "Profi-Feld". Wie zu erwarten gewann David Frey aus den Bewerb. Der starke Athlet aus Ossweil gewann das Weight for Distance mit 20,48 Meter, was natürlich neuer Games Rekord war - sowie beide Steinstossbewerbe und das Powermedley. Somit konnte er einen ungefährdeten Sieg holen.
Der Titelverteidiger Martin Schiller konnte sich den zweiten Platz sichern. Er schaffte e
inen Einzelsieg im Hammerwurf, einen zweiten Platz im Weight for Distance mit starken 18,17 Meter sowie Platz 2 mit dem Breamar Stein und im Powermedley.
Platz Drei ging an den starken deutschen Highlander und Masters-Vizeweltmeister Hans Dorow. Er gewann den Cabertoss und schaffte im Weight for Heigth und Hammerwurf jeweils den zweiten Platz. Seine Chancen auf eine bessere Platzierung verlor er im Powermedley, als er den Stone of Manhood zwar schon über der Latte hatte, diese dann aber noch mit der Hand runterwarf.
Platz vier ging an Michael Wohlrab - er gewann den Hochwurf mit neuer Bestleistung von 4,20 Meter und wurde im Caber Zweiter. Nur Hans Dorow und David Frey schafften es eb
enfalls unseren neuen schweren Caber zu überdrehen.
Fünfter wurde Gerhard Zillner der sich gerade für seine erste M40 Saison in Form bringt und den österr. Mastersrekord im Kugelstoß angreifen will. Im Steinstoß wurde er auch Zweit
er hinter David Frey.
Ich selbst wurde Sechster (also wieder letzter) - aber mit weitaus besseren Leistungen wie im Vorjahr. Im Powermedley, Steinstoß und Hammerwurf hatte ich mit Platz 4 meine besten Platzierungen. Weight for Height mit 3,60 war Bestleistung, die 3,80 habe zwei mal ganz knapp verfehlt. Steinstoß mit 12,06 Meter und Hammerwurf mit 23,32 Meter waren ebenfalls Bestleistungen. Mit dem Ergebnis im Powermedley war ich aus zufrieden, beim Farmerswalk stürzte ich beinahe und verlor einiges an Zeit - der Tireflip und Stone of Manhood gingen dafür sehr gut.
Martin Gratzer startete diesmal nur ausser Wertung in den beiden Steinstoßbewerben, und kam mit 15,39 Meter sowie 10,86 Meter am weitesten.


Die Teamwertungen:

Bei den Zweierteams gewann das deutsche Team mit Sven Ferrante und
David Frey überlegen. Bis auf die rausgerechnete Wertung im Farmerswalk gewannen sie alle Bewerbe inklusive dem Seilziehen. Platz zwei ging dann punktegleich an das Team Gottfried Elsner/Markus Schmitzer sowie an meinen Teampartner Franz Kastenberger und mich.

Die Länderkampfwertung wurde aus den jeweils zwei besten A-Heavys, B-Heavys und der besten Frau herausgerechten. Und diese Wertung ging doch etwas überraschend deutlich mit 65,5 zu 72,5 an Österreich. Bei den A-Heavys lagen zwar David und Hans vorne, Florian und Franz bei den B-Heavys sowie Sonja bei den Frauen konnten das aber kompensieren.

Die gesammelten Ergebnisse gibt es >> hier


Das Fernsehen:

War auch da - allerdings war es der Hermes von "Willkommen Österreich" - ich hoffe mal da kommt kein Blödsinn dabei raus ...