Nachdem wir gleichzeitig in Kärnten auf Urlaub waren - planten wir auch gleich Trainings ein. Schilli + Schmitzer reisten erst am Montag an, da sie am Sonntag in Donnerskirchen starteten. Martin absolvierte seinen zehnten Start bei den dortigen Highlandgames. Gemeinsam mit unserem oftmaligen Teamkollegen Gregor konnten die beiden ihren Teamtitel verteidigen. Leider wird die sportliche Herausforderung bei diesem Game immer geringer. Vor einigen Jahren gab es dort noch Hammerwurf, Weight over the Bar, Baumstammweitwurf und Seilziehen. Nur die beiden letzten Bewerbe waren heuer noch übrig - ergänzt mit Bierschnelltrinken und Faßrollen ... Erwähnenswert noch, dass der Markus den Martin im Baumstammweitwerfen geschlagen hat :)
In Kärnten absolvierten wir dann zwei Trainings, um den Schilli nicht aus dem Trainingsrhytmus zu bringen. Also eher eine Entlastungswoche für den Markus und mich ;-) Das erste Training war eine längere Wurfeinheit auf einer Wiese mit Weight f. Distance / Hammerwurf und Weight over the Bar. Dann suchten wir noch eine Stone of Manhood für unsere Games.
Die zweite Einheit war gut improvisiert, bei schlechten Wetter fuhren wir in BSPZ Faak am See und wärmten mit Steinwürfen und Weight over the bar in einem Nadelwald auf. Dann gings in den Kraftraum, wo als Schwerpunkt Kniebeugen am Programm standen.
Heute zeigte Martin Gratzer nach seinem Techniktraining, wie man unseren neuen Stone of Manhood hochbringt:
Gestern waren wir bei unseren ersten Games mit "AHC-Regeln" heuer am Start - bei den "Weils wurscht is" Games unserer Freunde von Deutsch Altenburg. Insofern interessante Games, da es dort den Hammerwurf gibt und insgesamt 3 Heavy Events. Mit mir im Team waren Schilli, Markus und Gregor - ein bewährtes Team. Mit dabei war auch Wohli, der sich aber erst knapp vorher meldete und daher in einem bunt zusammengewürfelten Team starten musste. Piper war in einem starken Team mit den Langenzersdorfern.
Was gleich mal auffiel -> undendlich heiß, und keine Abkühlung in Sicht laut Wetterprognose. Trotzdem gab es einige Zuschauer.
Los ging es mit den Heavy Events: Im Caber Toss merkte man gleich, dass der Schilli und ich das Weitwerfen irgendwie verlernt haben. Einen persönlichen Sieg gegen den Schilli mit 10,70 Meter zu 10,15 Meter konnte ich aber verbuchen ;) Stärkster war hier erwartungsgemäß der Morli der über 13 Meter kam, Wohli kam über 12 Meter und dahinter Piper, der seit Monaten bei uns Cabertoss und Tire Flip trainiert, und auch in der AHC-Wertung in dem Bewerb vorne liegt :) In der Teamwertung waren wir aber ganz vorne dabei.
Bei Weight over the Bar konnten wir den Teambewerb gleich abschreiben, die "Null-Fehlversuch" Regel forderte ihre Opfer: Markus und Gregor schafften nur ihre Einstiegshöhen, Schilli lieferte gleich einen Nuller ab. Ich warf einfach wie immer und kam mit dem 17kg Gewicht einarmig über 4,50 Meter mit Luft nach oben. Die Steigerung auf 5,00 Meter war dann aber zu hoch. Insgesamt konnte ich mit dieser Höhe Dritter werden hinter Keppi und Wohli, die beide die 5,00 Meter schafften. Morli ereilte das gleich Schicksal wie Schilli. Meine "Gegner" den Piper und Arch konnte ich eine Höhe hinter mir lassen :)
Der Hammerthrow war dann unser Bewerb. Die Deutsch Altenburger haben robusten, kompakten Hammer gebastelt, er wog wohl um die 9kg. Durch den kurzen Griff etwas ungewohnt zu werfen, aber nach ein paar Probewürfen vor den Games haben wir uns mit ihm angefreundet. Schilli war erwartungsgemäß vorne Weg mit über 25 Meter. Ich kam auf 21,30 Meter - und konnte den Abstand in den üblichen Grenzen halten. Morli warf dann exakt gleich weit wie ich. Wohli kam im ersten Versuch knapp über 20 Meter - der zweite landete auch in etwa dort, kam aber mit dem Griff zuerst auf und sprang weiter. Die Kampfrichter nahmen dann aber den zweiten Einschlagpunkt und damit schob sich Wohli knapp vor uns mit einer Weite ebenfalls über 21 Meter. Morli und ich blieben aber die moralischen Sieger
Im Seilziehen lief es zu Beginn sehr gut, und wir hatten unsere Gegner immer recht schnell drüben. Bei dem harten, trockenen Untergrund war es wichtig nicht ins Rutschen zu kommen. Im Semifinale zogen wir dann das starke Langenzersdorfer Team mit Piper und Morli auch überraschend schnell rüber. Im Final gegen das Veranstalterteam waren wir dann aber genauso überraschned schnell drüben - also Platz 2. Dann gab es noch die obligatorsichen AHC-Bewerbe Schnelltrinken und Eier weitwerfen. Wo wir wohl irgendwo im hinteren Mittelfeld lagen. Insgesamt kamen wir dann auf Platz 6 von 10 Teams.
Nach dem Wettkampf sorgte die Feuerwehr mit dem Löschwagen noch für eine Abkühlung. Da einige Teilnehmer ihre Kilts nicht nass werden lassen wollten, und bei den AHC Games ja Unterhosen nicht erlaubt sind (Wohli musste seiner Frau am Abend erklären wo seine hingekommen ist), spielten sich vor den Augen der entsetzten Zuschauer grausliche Szenen ab, und einige anwesende Kinder hatten traumatische Erlebnisse ;)
In Deutschland wurde heuer der DHGV (www.german-highlander.de) geründet - somit gab es erstmal offizielle deutsche Meisterschaften im schönen Angelbachtal. Schilli bekam einen Startplatz bei den A-Heavys, ich bei den B-Heavys. Sandy war diesmal auch dabei um alles zu dokumentieren. Wir durften bei Anette und Ralf von dem MacManiacs gleich neben dem Turnierplatz - dem Schloßpark - wohnen. Was natürlich super war.
Am ersten Tag gab es wieder die beliebten Teamwettkämpfe - bei 39°C im Schatten. Als wir am Samstag Abend ankamen war aber schon wieder alles vorbei, und es wurde bereits gefeiert. Die Gewichter für den Farmerswalk und die Atlas-Stones (der schwerste wog 110kg!) waren beeindruckend. Die 5er Teams mussten viele kräfteraubende Bewerbe absolvieren. Kindereien wie Schnelltrinken, Eierweitwerfen o.ä. sucht bei den deutschen Teambewerben übrigens vergelblich ...
Der Schloßpark bot eine tolle Kulisse und es gab auch einiges an Rahmenprogramm, wir trafen auch unsere Landsleute von der Gruppe Celtica die am ersten Abend eine super Show lieferten. Leider hatte der Veranstalter heuer übermachtige Konkurrenz mit der Fußball WM und heißem Wetter, sodaß die Zuschauerzahlen unter den Erwartungen blieben.
Am Sonntag ging es mit den Meisterschaften los. 10 A-Heavys, 17 B-Heavys und 7 Frauen traten an. Da die B-Heavys quasi die "2.Liga" sind gab es offizielle Meistertitel nur bei den A-Heavys und bei den Frauen. Bei den A-Heavys war mit Ausnahme von Markus Vortriede "BamBam", der wegen einer Verletzung passen musste, die gesamte Elite vertreten. Martin schlug sicher hervorragend, im Hammer wurde er mit neuer Bestleistung Dritter, mit dem schweren sogar Zweiter hinter dem deutschen Rekordhalter Benny. Im Weight for Distance schaffte er mit 19,35 Meter ebenfalls eine starke neue Bestleistung. In der Gesamtwertung wurde er dann Fünfter und zeigte, dass er mit den besten Deutschen mithalten kann. Einzig, dass sich der Hans aus Fürstenwalde nicht zu einer Revange für Ossweil mit Schilli stellte war schade. Er und seine Teamkollegen kamen nicht zu den Meisterschaften.
Bei den B-Heavys begann mein Wettkampf sehr gut - ich konnte überraschend das Weight for Distance gewinnen, trotz meiner "Technikkrise" die ich gleich nach dem guten Ergebnis in Ossweil bekam. Martin Kuhe kämpfte aber mit ähnlichen Problemen. Meine 14,65m waren nicht schlecht, aber die Chance auf die A-Heavy Quali (15,00m) gleich wieder nach dem ersten Bewerb dahin.
Der Open Stone war wieder das unhandliche Ding aus Ossweil. Diesmal wurde der Stein aber mein Freund, und ich gewann mit 12,05 Meter und über einen Meter Vorsprung auf meine Gegner.
Mein "Höhenflug" wurde beim Hammerwurf gestoppt - ich hatte zwar einen starken Einwurf auf ca. 29 Meter, und auch mein erster Wettkampf-Wurf ging auf ca. 27-28 Meter. Bei den B-Heavys wurde aber in Anbetracht der deutschen Meisterschaften getestet was passiert, wenn die Regeln genau eingehalten werden - was zur Folge hatte dass es jede Menge ungültige Versuche gab, denn fast niemand schaffte es beim Abwurf ohne Hammerwurfstiefel die Füsse fix am Boden zu halten. Mit einem verhaltenen Sicherheitswurf im zweite Versuch auf 24,37m wurde ich dann Vierter. Ein paar meiner Gegner schafften es mit "sauberer" Technik weit zu Werfen, und der Sieg ging mit 28,17 Meter an Markus. Für die A-Heavys wurde die strenge Regelauslegung dann gleich wieder vergessen - schade für unseren Bewerb, dass wir die "Versuchskaninchen" waren.
Beim Weight for Height ging es nicht ganz so hoch wie in Ossweil, in einem starken Feld konnte ich mit 4,00 Meter gemeinsam mit zwei andern Athleten den zweiten Platz belegen. Sven von den MacManiacs der bei unseren Games letztes Jahr zweiter bei den B-Heavys wurde konnte hier mit 4,20 Meter gewinnen.
Beim Caber schafften mehr wie die Hälfte der Teilnehmer den Qualifikationsdurchgang - und das obwohl der Caber auch 5 Meter lang, und nicht leicht war. Im Finale bekamen wir dann den schweren Baum der A-Heavy, der aber vorher noch um 1 Fuß gekürzt wurde. Bis zum letzten Durchgang lag ich mit 85° in Führung, Martin und Markus schafften dann aber einen Überschlag - ich hatte 3x 85° in der Wertung - schade, hätten ihn auch gerne überdreht - aber so einen schweren Caber hatte ich bisher noch nie in der Hand ...
Zu meiner Freude reichten meine Platzierungen für den ersten Einzelsieg eines Österreichers bei einem Highlandgame in Deutschland. Martin war wie schon in Ossweil nur knapp hinter mir, und Markus kam (gemeinsam mit Alexander) auf Platz 3 - wieder knapp hinter Martin, ebenfalls wie in Ossweil. Die beiden hoffen jetzt, dass ich mich endlich für die A-Heavys qualifiziere ;-)
Dieses Wochenende waren wir zum zweiten Mal bei den internationalen Highlandgames in Ossweil am Start. Ziel war es unseren Mannschaftstitel zu verteidigen, und im Einzelwettkampf die Platzierungen vom letzten Jahr zu verbessern.
Am ersten Tag standen die Einzelwettkämpfe am Programm, bei den A-Heavys war diesmal nur Martin "Schilli" am Start. Er hatte 10 starke Gegner. Der Titel wurde wie letztes Jahr zwischen den beiden starken Werfern Gunnar Pringsten und David Frey vergeben. Sie waren wieder eine Klasse für sich, wobei sich Gunnar diesmal etwas deutlicher absetzen konnte. Von Platz 3 bis 6 ging es dann knapp her - Martin wurde dann Schlußendlich nach acht anstrengenden Bewerben Fünfter mit einem durchwachsenen Wettkampf. Richtig glänzen konnte er in den beiden Hammerwürfen (7,3kg 33,42m 10kg 28,50m), wo er mit neuen Bestleistungen jeweils Zweiter hinter Gunnar wurde. Er war auch der einzige ausländische Starter, der sich unter den Top 6 platzieren konnte, die Gäste aus Holland und der Schweiz folgten ab Platz 7.
Bei den B-Heavys war mit 19 Startern das größte Feld - sie hatten dafür nur 5 Bewerbe zu absolvieren. Hier waren Markus, Luki und ich am Start. Klarer Favorit war hier Daniel Dorow von den "Stonewalkern" aus Fürstenwalde. Ein junger sehr schnellkräftiger Athlet, dessen "Clean-Sweap" ich gerade noch verhindern konnte ... Erster Bewerb war der Hammerwurf, hier hoffte ich auf 27,5 Meter welche mir die Qualifikation für die A-Heavys ermöglicht hätten. Mit 25,93m schaffte ich zwar Bestleistung und wurde Dritter, verfehlte mein Ziel aber um rund 1,5 Meter. Beim Weight for Distance überraschte ich mich selbst mit guten 15,41 Meter und dem 4. Platz. Auch Markus (13,10m) und Luki (13,61m) schafften mit dem 12,7kg Gewicht gute Leistungen. Beim Weight over the bar schaffte ich mit 4,20 Meter den 2.Platz und ebenfalls neue Bestleistung mit dem 20kg Gewicht. Luki konnte schaffte hier mit 4,00 Meter und dem 3.Platz seine beste Platzierung. Beim Caber Toss gab es für die Qualifikation einen Baum der zwar nicht schwer, aber mit 5 Meter recht lang war. Im zweiten Versuch schaffte ich einen 12 Uhr Versuch und qualifizierte mit 4 anderen Athleten für das Finale. Dort wartete ein schwerer Baum auf uns der ebenfalls 5 Meter lang war. Hier schaffte nur Daniel einen kompletten Überschlag, ich wurde mit 85° Zweiter. Den Steinstoß schließlich konnte ich mit 0,54 Meter Vorsprung auf Daniel gewinnen. Meine 11,54 Meter klingen zwar nicht sonderlich weit, aber auch die A-Heavys kämpften mit dem unhandlichen Stein wo ich Platz 7 mit meiner Weite geschafft hätte. Deshalb gibt es mit den Natursteinen auch keine Weltrekorde, sondern nur "Games - Rekorde". Kein Stein stösst sich wie der andere ... Insgesamt wurde ich dann Zweiter mit 6 Punkten Rückstand auf Daniel Dorow und 7,5 Punkten Vorsprung auf den Dritten, Martin Kuhne. Luki schaffte Platz 5 und Markus Platz 7.
Nach einer nicht ganz so langen Nacht mit Feiern traten wir dann am Zweiten Tag an um unseren Mannschaftstitel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Unsere Freunde aus dem Angelbachtal die Mac Maniacs wollten das natürlich verhindern, und wir starteten in der gleichen Gruppe. Gewinnen konnten wir zunächst den Steinstoß und den Gewichtweitwurf mit maximaler Punktezahl. Auch im Famerswalk und Baumstammslalom schafften wir gute Platzierung. Beim Cabertoss, Sheef Toss und Gewichthoch schafften wir zwar nicht die maximale Punktezahl waren aber trotzdem vorne dabei. Das Hufeisenwerfen haben wir zwei mal geübt, und verloren so auch nicht zu viel an Boden. Nach 7 Bewerben lagen wir 15 Punkte vor den MacManiacs, ganz auf unseren Zweikampf konzentriert haben wir das Team Ben Dover, die "Gelbröcke" übersehen - sie lagen vor dem finalen Tauziehen nur 4 Punkte hinter uns, und sahen wie die klaren Favoriten für den letzten Bewerb aus - gezogen wurde diesmal nämlich barfuß und die "Gelbröcke" waren eindeutig das schwerste Team. Wir waren noch dazu in der gleichen Gruppe mit dem MacManiacs, und Ben Dover in der scheinbar leichteren Gruppe beim Vorkampf. Wir hatten dann aber Glück, und mussten nicht oft ziegen, da ein Team bei uns ausgefallen ist. So kam es im letzten Vorkampf zum Duell mit den MacManiacs. Beim ersten Zug taten wir uns schon sehr schwer, der zweite Zug nach dem Seitenwechsel sollte aber unser längster Wettkampf bisher werden - es dauerte scheinbar ewig, und jeder Muskel war schon verkrampft bis wir die Angelbachtaler endlich drüben hatten. Jetzt hatten wir unsere alten Bekannten die "Haubentaucher" im Semifinale und Ben Dover mussten gegen die MacManiacs antreten - wo wir hofften dass sich die "Gelbröcke" ordentlich schwer tun. Aber es geschah das scheinbar Unmögliche, die MacManiacs mobilisierten nochmal alle ihre Kräfte und besiegten wieder in einem sehr langen Kampf Ben Dover und sicherten so unseren 1.Platz ab. Seit diesem Tag sind wir die größten Fans der MacManiacs. Im Finale mussten sie dann auf ihren starken Ankermann Sven verzichten, wir nahmen Markus aus dem Team der auch schon angeschlagen war. Das anstrengende Semifinale merkte man unseren Gegneren noch an, und diesmal dauerte der Wettkampf zum Glück nicht ganz so lange - war aber wieder nur ein knapper Sieg für uns. Am Ende hatten wir unseren Titel mit 8 Punkten auf Ben Dover verteidigt, die MacManiacs wurden mit weiteren 13 Punkten dahinter Dritter. Insgesamt kamen 10 Teams in die Wertung. >> Hier gibt es die kompletten Ergebnisse
Bei der Highlandgames WM in Victoria (Kanada) gab es am Wochenende spannende Titelkämpfe. Zwar musste der Titelverteidiger Aaron Neighbour aus Australien verletzungsbedingt absagen (er musste sich am Knie operieren lassen), der Rest des Feldes konnte sich aber auch sehen lassen.
Am Ende sah das Ergebnis wie folgt aus: 1. Larry Brock (USA) 25.0 2. Sean Betz (USA) 30.0 3. Sebastian Wenta (POL) und Scott Rider (ENG) 32.0 Larry Brock (1.90m 129kg) gewann seinen ersten WM-Titel. Er ist seit 10 Jahren als Highlander aktiv, und hält den US Rekord im Weight for Distance mit 28,54 Metern. In seiner Jugend war er als Leichtathlet in allen vier Wurfbewerben aktiv und spielte am College Football. In Victoria gewann er beide Hammerwürfe und beide Weight for Distance Bewerbe. www.brockthrow.com
Sean Betz (1.96m 135kg) gewann 2008 in Virginia den IHGF Titel. Auch er war in seiner Highschool und College-Zeit als Kugelstosser und Diskuswerfer aktiv. 1999 bestritt er sein erstes Highlandgame. Seine beste Einzeldiziplin in Victoria war der Gewichtshochwurf wo er Zweiter wurde. Aber auch ohne einem Einzelsieg konnte er den Zweiten Platz holen.
Sebastian Wenta (2.00m 149kg) hat eine interessante sportliche Vorgeschichte. Zunächst war er Kugelstosser wo er 2001 auf eine Bestleistung von 19,48 Meter kam. Dann wechselte er zu den Strongman wo er 2007 Zweiter wurde bei dem World Strongman Finale. Als Highlander konnte er in Schottland bereits alle grossen Titel gewinnen. In Victoria gewann er den Braemar Stone, Open Stone und Weight for Height mit 5,03 Meter. www.wentyl.sklep.pl
Scott Rider (1.88m 113kg) aus London ist ein ehemaliger Kugelstosser mit einer Bestleistung von 18,97 Meter. Er war im Kugelstossen Teilnehmer bei den Commonwealth Games 2006, und 2002 im olymischen Bobteam. Wie Sebastian Wenta ist er erst seit 5 Jahren als Highlander aktiv. In Victoria gewann er den Caber Toss - dieser war angeblich 77kg schwer!
Gestern waren in Judenburg (Stmk) bei den österr. Vereinsmeisterschaften mit einem Team bei den Männern am Start. Die jungen Athleten unseres Vereins schlugen sich in den Sprints, Läufen und Sprüngen sehr gut. Unser "Highlanderteam" für Ossweil war mit 3/4 der Mannschaft am Start - wir deckten die Würfe ab, Luki noch zusätzlich die 110 Meter Hürden. Trainingseinheiten hatten wir nicht viele für die Bewerbe absolviert, die lagen zwischen 0 bis 2, unser Fokus sind ja heuer die Highlandgames. Trotz des miserablen Wetters schafften wir recht ansprechende Leistungen:
Platz 3: Schilli, Hammer 45,29m Platz 3: Luki, Speer 48,59 Platz 4: Schilli, Kugel 13,02m Platz 6: Katzi, Diskus 36,61m Platz 8: Luki, 110 Hürden 16,87s
Da der Rest des Teams auch gute Platzierungen schafften wurden wir zu unserer Überraschung am Ende Vierter - von 11 Teams! Die bisher beste Platzierung für ein Männerteam von uns bei dieser Meisterschaft
Am Samstag war ich in Purgstall bei den Extreme Power Days welche Franz Kastenberger veranstaltet hat. Am Samstag stand der "Ultra-Werfer-Fünfkampf" am Programm. Ultra deshalb, weil die Gewichte "ultraschwer" waren. Begonnen hat das Ganze mit einem historischen Gewichtswurf mit Hammerwurftechnik. Das Gewicht wog 25,4kg und hatte einen kurzen Griff. Schon beim Aufwärmen merkte ich, dass ein Standwurf eher sinnlos ist - also versuchte ich auch eine Drehung. "Versuchen" war es dann auch ... Die Werfer welche den Drahthammer beherrschen waren hier eindeutig im Vorteil.
Zweiter Bewerb war der historischen Diskuswurf, statt dem Bronzediskus der Griechen warfen wir eine 5kg Hantelscheibe. Diesen Bewerb habe ich zwei mal vorher geübt, er lag mir schon eher.
Am Abend ging es dann am Hauptplatz, wo ein Marktfest stattfand, weiter. Der Steinstoß war ein Standstoß mit einem 25kg Gewicht, wahlweise ein Stein oder Eisenblock - ich nahm dann den Eisenblock - eindeutig die bessere Wahl.
Der schwerste Bewerb war das Ultrasteinstossen. Das unhandliche 50kg Gewicht mit einem brauchbaren Griff über den Kopf zu kriegen war schon eine Herausforderung, aber mit damit noch schnell anzulaufen ohne instabil zu werden hielt ich ja für unmöglich. Bis ich Christian Wimmer - der deutsche Rekordhalter in der Klasse M35 in diesem Bewerb - anlaufen gesehen habe. Nachmachen konnte ich es trotzdem nicht ...
Der letzte Bewerbe - Gewichtshochwurf mit dem 25,4kg Gewicht - lag mir endlich. Mit 3,40 Meter kam ich mit zwei anderen Athleten gemeinsam auf den zweiten Platz. Die 3,60 Meter wären wohl noch drinnen gewesen. Das Gewicht hatte aber ungewöhnliche Flugeigenschaften wegen dem langen flexiblen Griff. Die Leistungen wurden für die Gesamtwertung mit Altersfaktoren bewertet, hier die Age-Graded Wertung. In der "offenen" Wertung hätte es für mich aber wohl auch nur zum 4.Platz gereicht: 1. Franz Kastenberger 4467 Punkte Gewichtweit 8,48m / Diskus 19,54m / Stein 5,26m / Ultrastein 3,26m / Hochwurf 3,60m 2. Hans-Rainer Engwicht 4319p (7,10 - 16,02 - 4,08 - 2,62 - 3,40) 3. Christian Wimmer 4137p (9,04 - 20,92 - 5,24 - 4,16 - 3,40) 4. Reinhard Leichtfried 3879p (7,76 - 18,00 - 5,02 - 3,22 - 3,20) 5. Robert Katzenbeisser 3416p (5,72 - 17,80 - 4,83 - 3,04 - 3,40) 6. Gerhard Wurzer 3333p (7,30 - 15,90 - 3,42 - 3,24 - 2,60)